Zum Workshop - Tanz & Percussion
Mit ihren Seminaren in Benin will Angelina alle Menschen ansprechen, die sich für die afrikanische Kultur und das Leben der afrikanischen Frauen interessieren. Durch ihre Seminare versucht Angelina abseits von touristischen Pfaden den TeilnehmerInnen die andere Seite ihres Landes nahe zubringen. Durch den afrikanischen Tanz, die Trommeln und andere Aktivitäten mit dortige Frauen erleben die TeilnehmerInnen in Benin einen Teil afrikanischen Alltags und erfahren das alltägliche Leben intensiver und eindrücklicher. Durch die Begegnung mit Angelinas Familie und Freunden soll ein lebendiger und offener Dialog entstehen. Auf diesem Weg zeigt und vermittelt sie den TeilnehmerInnen unmittelbar einen Teil der in Benin vorherrschenden Kultur.
Dieser Workshop bietet kein exotisches Ferien-Programm mit Animation und tausend Veranstaltungen an. Er soll ein Erfahrungsaustausch der verschiedenen Kulturen ermöglichen. Das setzt die Bereitschaft voraus, sich auf das Leben in Afrika einzustellen und nicht nur die gefällige Seite der fremden Kultur zu konsumieren. Angelina möchte mit ehre Arbeit die Begegnung von Europäern und Afrikaner/innen ermöglichen.
Der Workshop findet in Benin unter freiem Himmel und je nach Absprache auch außerhalb des Hauses statt. Falls es nötig ist, werden auch Einteilungen je nach Niveaustufen vorgenommen.
Tanz
Mit traditionelle Gesängen und Rhythmen aus Benin vermittelt Angelina Akpovo die Basistechniken der Afrikanischen Tänze auch Frauentänze. Dazu gehört auch, in den Körpern das alte Wissen wieder wach zu tanzen, das die europäischen Frauen im Laufe der Geschichte in einen tiefen Schlaf versenkt haben. Kreative Ausdrucksmöglichkeit werden gefördert und der unterschiedliche Körperausdruck von Frauen erlernt. Bewegung und Rhythmus dieser Tänze führen zu Quelle ursprünglicher Lebensenergie: Sinnlichkeit, Lachen, Weinen , Erspüren... erwecken eigener alter und neuer Kräfte. In diesem Seminar vermittelt die Referentin u.a.
- das Ausdrucksvermögen ihre Kultur,
- das Gefühl für Rhythmik und Körpersprache,
- die Wahrnehmung des Körpers und dessen nicht sprachliche Ausdrucksmöglichkeit.
Beim Unterricht wird Angelina auch von TänzerInnen aus dem Land unterstützt, so dass dann nicht nur die Tänze gelernt werden, sondern durch den erweiterten Austausch auch deren religiöse und kulturelle Bedeutung erfahrbar werden.
Percussion
Der Körper ist zunächst unser wichtigstes Klanginstrument und einfache Basisrhythmen erleben wir mit Füßen, Händen und Stimme. Die so aufgebauten Rhythmen werden dann auf die Gota, Djembe , Hougan, Pkalongo, westafrikanische Trommeln, übertragen. Dabei stehen in diesem Workshop nicht nur die Rhythmen der Malinke auf dem Programm, sondern auch die aus Benin und Togo.
Übergreifend für den Percussionsunterricht von Bedeutung ist, dass die Trommelschüler lernen die TänzerInnen des jeweiligen Tanzkurses zu begleiten, sodass zwischen Trommeln und Tanz eine Einheit entsteht.
Neben dem Lernen und Spielen der Grundtechniken gehört auch das Zusammenspiel mit den anderen Teilnehmern, Wechsel zwischen Solo und Begleitung, sowie das Entwickeln eines Arrangements für ein Musikstück zum Unterricht; besonders aber steht das freie Spiel als wichtige Erfahrung im Spiel der Djembe, Hougan, Pkalogo, Gota im Fokus des Unterrichts. Es werden u.a. mehrstimmige Stücke aus Benin und Guinea von den Kursteilnehmern eingeübt.
Die Grundstufe ist auch für TeilnehmerInnen ohne Djembe- oder Pkalogoerfahrung geeignet. Aufbauend auf den gefestigten Kenntnissen der Aufbaustufe werden dann neue Trommelrhythmen erlernt; das Spieltempo wird schneller. Aufbauend wird dann das komplizierte Geflecht des westafrikanischen Trommelns erfahrbar: unter anderem auch das Erlernen der Basstrommelbegleitung. Voraussetzung für Fortgeschrittene ist ein sicheres Rhythmusgefühl, Rand- und Basstöne sollten mühelos gespielt werden können.
Der Unterricht in Benin wird von dortigen, professionellen Musikern und/oder von Michael Akpovo-Grimm gegeben. Sicher werden während des Unterrichts auch befreundete Musiker oder Nachbarn anwesend sein.
Workshopzeiten
An fünf Tagen pro Woche, von Montag bis Freitag, wird an den Vormittagen je drei Stunden getanzt und gesungen, nachmittags sofern die Hitze es zulässt oder keine Unternehmung auf dem Programm steht, eine Stunde getanzt und/oder eine Stunde getrommelt. Für TeilnehmerInnen, die nur Trommeln wollen, gilt es entsprechend.
Für TeilnehmerInnen, die sowohl tanzen als auch trommeln wollen, wird das Programm entsprechend des Schwerpunktes, Tanzen oder Trommeln, ausgerichtet und auf den Vor- und Nachmittag verteilt, so dass es insgesamt eine Kurszeit von fünf Stunden ergibt.
Allerdings können je nach Gegebenheiten und/oder Interesse der Teilnehmer die Workshopzeiten variieren. Es bleibt aber stets bei den angegebenen Workshopstunden verteilt auf den Tag.
Ausflüge und / oder Unternehmungen können bei Bedarf jederzeit organisiert werden, sind aber nicht im Preis mit inbegriffen. Am Wochenende können die TeilnehmerInnen die Tage frei gestalten.